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3. Diagnostik
Knochendichtemessung: Als Knochendichtemessung, auch Osteodensitometrie, werden medizin- isch-technische Verfahren bezeichnet, die zur Bestimmung der Dichte, bzw. des Kalksalzgehaltes des Knochens dienen. Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in der Menopause, Männer über 50 Jahre, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit Mangelernährung bzw. Vitaminmangel. Auch bestimmte Erkrankungen wie die Hyper- thyreose (Schilddrüsenüberfunktion), oder Medikamente wie Kortikoide begünstigen den Substanzverlust der Knochen. Häufigstes Anwendungsgebiet der Knochendichtemessung am Menschen ist damit die Osteoporose- Diagnostik und die damit einhergehende Bestimmung des Frakturrisikos. Die verschiedenen Methoden und Geräte sind nicht untereinander vergleichbar. Darum sollte im Befund keine absolute Dichte oder Flächendichte angegeben werden, sondern die Abweichungen vom Normalen in Vielfachen einer Standardabweichung (als sogenannter T-Wert, dimensionslose Größe). Nach der gültigen Definition der WHO liegt eine Osteoporose vor, wenn der Messwert der Knochendichtemessung mindestens 2,5 Standardabweichungen unter dem Durchschnitt der geschlechtsgleichen 30jährigen Gesunden (peak bone mass) liegt, d.h. ein T-Wert ≤ -2,5 vorliegt. Zwischen -1 und -2,5 Standardabweichungen wird von einer Osteopenie gesprochen. Dieser Bezug auf die peak bone mass bringt das Problem mit sich, dass mit zunehmendem Lebensalter immer größere Bevölkerungsanteile als "krank" anzusehen wären; bei den 70-jährigen Frauen fast 50 %. Deshalb wird zu- sätzlich ein Wert angegeben, der sich auf gesunde Männer bzw. Frauen gleichen Alters bezieht, der Z-Wert. Ein normaler Z-Wert (> -1) zeigt an, dass die Knochendichte alterstypisch ist. Alter ist keine Krankheit und auch nicht behandelbar; und im Falle von sehr alten Menschen ist auch die erhöhte Frakturgefahr alterstypisch. Osteologen raten deshalb bei niedrigem T-, aber normalem Z-Wert von medikamentösen Therapien (Hormone, Kalzium, Fluor, Bisphosphonate u.a.) ab und empfehlen vorbeugende Maßnahmen wie Gymnastik, Verzicht auf Sedativa, Abbau von häuslichen Stolperfallen, geeignete Sehhilfen und Gehstützen. Häufigstes Anwendungsgebiet der Knochendichtemessung am Menschen ist damit die Osteoporose-Diagnostik und die damit einhergehende Bestimmung des Frakturrisikos. Es ist umstritten, ob gleichgute Voraussagen der Frakturgefahr auch ohne apparative Messung, nur aufgrund anamnestischer Informationen möglich sind. Die Kosten der Untersuchung (etwa 40 Euro) werden darum seit einer Neuregelung im Jahr 2000 nur noch von der Krankenkasse getragen, wenn der Patient/die Patientin bereits eine Fraktur durch verminderten Kalksalzgehalt erlitten hat. Die gebräuchlichen Verfahren zur Osteodensitometrie nutzen die dichteabhängige Schwächung von Röntgen- strahlen. Es gibt dedizierte Geräte, die entweder radioaktive Quellen oder Röntgenröhren einsetzen, oder die Untersuchung wird an Computertomographen ausgeführt. Die Knochendichtemessung erfolgt an der Lendenwirbelsäule u./od. Schenkelhals u./od. Handgelenk. Die Diagnostik erfolgt u.a. in unserer Apparategemeinschaft am Podbipark, Listerstraße 11.
CT: Die Computertomographie wird als schnelle und zuverlässige Methode zur Darstellung von Veränderungen an Knochen und bestimmten Weichteilen genutzt. Mit Hilfe von Röntgenstrahlen wird eine Querschnittsaufnahme der zu untersuchenden Körperregion erstellt. Dabei wird eine große Zahl von Röntgenbildern aufgenommen und im Computer ausgewertet. Die Bilder ergeben im Computer ein dreidimensionales Bild, das z.B. Tumore oder Er- Ödeme erkennen lässt. Die CT erfolgt mit einer hohen Dosis an Röntgenstrahlen. Das sehr aussagekräftige gebnis dieser Untersuchung rechtfertigt jedoch die Strahlenbelastung. Wir arbeiten für die CT mit den umliegenden Radiologischen Praxen zusammen.
MRT: Die Magnetresonanz-Tomographie, auch als Kernspintomographie bekannt, ist eins der wichtigsten bild- gebenden Untersuchungsverfahren in der Orthopädie. Mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen lassen sich selbst kleinste Veränderungen wie z.B. Entzündungen an Knorpel und Gelenken darstellen. Diese sehr sichere Untersuchungsmethode ist völlig strahlenfrei. Sie sollte jedoch nicht bei Patienten durchgeführt werden, die Herzschrittmacher oder bestimmte Metallteile wie z.B. Gefäß-Clips im Gehirn oder Innenohr in sich tragen. Bei anderen Metallteilen wie künstlichen Gelenke oder der Spirale (IUP) kann eine MRT in der Regel durchgeführt werden. Wir arbeiten für die MRT mit den umliegenden Radiologen zusammen. Großgerät MRT für Wirbelsäule, Becken, Schulter in der Listerstraße 6 (nur privat).
Szintigraphie: Bei speziellen Fragestellungen zum Knochenstoffwechsel wird die Knochenszintigraphie einge- setzt. Dabei wird entweder eine bestimmte Körperregion oder der gesamte Körper von einem Facharzt für Radiologie untersucht. Vor der Szintigraphie wird dem Patienten eine kleine Menge eines radioaktiven Mittels in eine Vene injiziert. Eine erste Aufnahme nach wenigen Minuten lässt die Durchblutung im untersuchten Bereich erkennen. Aufnahmen, die zwei Stunden nach der Injektion des Mittels angefertigt werden, zeigen den Knochenstoffwechsel an. Hierbei können besonders Bereiche mit zu hoher oder geringer Stoffwechselaktivität lokalisiert werden. Wir arbeiten für die Szintigraphie mit den umliegenden Radiologen bzw. Nuklearmedizinern zusammen.
Funktions- und Kraftanalyse der Extensorenmuskulatur des Rückens im Rahmen der MKT (medizinische Kräftigungstherapie) – Kieser, Hannover. Siehe hierzu unseren Info-Flyer "Kraft als Medikament".
Röntgen: Knochen und Gelenke lassen sich mit Röntgenstrahlen sehr gut darstellen. Röntgenuntersuchungen sind mit den heute verwendeten Geräten nur noch mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden. Die Einhaltung der zulässigen Werte wird gemäß den geltenden Vorschriften zum Strahlenschutz regelmäßig geprüft. Diagnostik in der Praxis
Sonographie: Die Untersuchung ist strahlenfrei und praktisch risikolos. Die Untersuchung kann bei Säuglingen Kleinkindern und Erwachsenen angewandt werden. > Erkennen von Verletzungen der Sehnen, der Muskulatur und Reizzuständen am Schleimbeutel. > Früherkennung von Hüftreifungsstörungen bei Säuglingen. Diagnostik in der Praxis.
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